OK

Wir verwenden Cookies um Ihnen eine bestmögliche Nutzererfahrung auf unseren Websites zu bieten. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Disruptive Geschäftsmodelle im Waste Management

Neue Startups bedrohen mit ihren radikalen und disruptiven Geschäftsmodellen viele Branchen. Auch das Waste Management. Die Digitalisierung fördert hier viele neue Geschäftsmodelle. Ein Artikel von Maureen Deppler (mm1 Schweiz AG).

Steigende Müllmengen erfordern neue Geschäftsmodelle

Der Anstieg der Bevölkerung, die Urbanisierung und die ökonomische Entwicklung führen weltweit zu mehr Material-Konsum. Dies hat konsequenterweise einen Anstieg der Müllmengen zur Folge. Jedoch steigen die Recycling-Raten vergleichsweise nur sehr langsam. Startups versuchen nun mithilfe der Digitalisierung neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, um dieses Problem besser, effizienter und kundenfreundlicher in den Griff zu bekommen. Dadurch steht die Waste und Recycling Industrie im Umbruch und wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren massiv verändern.

Rubicon ist das „Uber des Mülls“

Eines der bekanntesten Startups im Waste Management ist sicherlich Rubicon. Man bezeichnet das Unternehmen oft auch als „Uber des Mülls“. Rubicon ist eine cloud-basierte Plattform, welche Unternehmen und unabhängige Müllunternehmen verbindet. Über die App kann der Kunde die Abholung seines Mülls innerhalb einer Stunde vereinbaren. Der Job wird dann auf der Plattform auktioniert. Mithilfe einer Route Optimization Software wird dann der Mülltransporter mit dem besten Angebot auf dem schnellsten Weg zum Unternehmen geführt. Dieser effiziente Service bietet dem Kunden eine völlig neue Customer Experience. Dass dieses Geschäftsmodell attraktiv ist zeigt das Funding von Rubicon, welches bereits USD 284,5 Millionen beträgt.

AiHuiShou setzt auf den wachsenden E-Waste Markt

Doch nicht nur der Transport des Mülls bietet Raum für neue Geschäftsmodelle. Auch Recycling ist ein attraktiver Markt, indem zum Beispiel das chinesische Unternehmen AiHuiShou präsent ist. Das Startup hat bereits USD 277.6 Milliarden Funding erhalten und fokussiert sich auf das Recycling elektronischer Produkte. Damit reagiert das Unternehmen auf die steigende Menge an E-Waste. Alleine China produziert pro Jahr 7.2 Millionen Tonnen E-Waste und ist damit weltweit Spitzenproduzent. Der Markt ist nicht nur attraktiv, weil er ständig wächst, sondern weil sich im E-Waste viele wertvolle Rohstoffe befinden. Alleine im Jahr 2016 betrug der potentielle Wert der Rohstoffe 55 Milliarden Euro. Jedoch werden davon nur ca. 20-25% recycelt, der Rest landet auf der Mülldeponie.

Um dies zu ändern wird für die Kunden von AiHuiShou das Recycling von E-Waste einfach und attraktiv gestaltet. Zum Beispiel können sie ihre alten Handys und deren Zustand mithilfe von intelligenten Recycling-Maschinen bewerten lassen und bekommen für das Recycling direkt ihr Geld. AiHuiShou verkauft das gebrauchte Handy je nach Zustand weiter oder extrahiert die darin enthaltenen Rohstoffe.

 

Möchten auch Sie in spannende Startups investieren? Dann lesen Sie mehr über unsere internationale VC Studie in Kooperation mit der WHU.