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„Herausforderung autonomes Fahren“ – mm1 Vortrag an der CAR-Akademie Bochum

Am 27. Januar 2014 erläuterten sieben Experten im exklusiven Seminarkreis die Herausforderungen des autonomen Fahrens. Volker Scholz von mm1 ging dabei auf die drei Dimensionen ein, die für eine erfolgreiche Produktinnovation notwendig sind. Das Seminar war die Auftaktveranstaltung einer Fortbildungsreihe der CAR-Akademie und fand am Vortag des CAR-Symposiums 2014 im RuhrKongress Bochum statt.

Insgesamt 48 Teilnehmer kamen zusammen, um sich im exklusiven Seminarkreis über die aktuellen Erkenntnisse zu Möglichkeiten, Bedingungen und Grenzen des hochautomatisierten Fahrens auszutauschen. Anwesend waren Vertreter aus dem OEM- und Zulieferbereich der Automobilindustrie sowie Experten der Wissenschaft. „Das Seminar-Format ermöglichte die direkte Interaktion zwischen Referent und Zuhörer und-führte zu werthaltigen Diskussionen mit den hochqualifizierten Teilnehmern“, so Volker Scholz, Geschäftsführender Partner bei mm1. Vor dem Fachpublikum sprach Volker Scholz zum Thema ‚Vom Prototyp zum Massenmarkt – Wie wird aus dem technisch Möglichen eine erfolgreiche Produktinnovation?‘.

Die im Vortrag dargelegte  Kernaussage lautete: Die Beherrschung der notwendigen Technologie ist nur ein Erfolgskriterium für eine erfolgreiche Einführung des autonomen Fahrens. Für den Markterfolg sind auch kundenbezogene und wirtschaftliche Dimensionen zu betrachten. So sollten die Hersteller verstehen, welche kundenseitigen Erwartungen und Bedürfnisse mit autonomen Fahrfunktionen verbunden sind und welchen Einfluss dies auf die Gesamtkonzeption des Fahrzeugs und der damit verknüpften Mobilitätslösung hat. Mit Bezug auf wirtschaftliche Parameter steht insbesondere die Frage nach Geschäftsmodellen im Kontext des autonomen Fahrens im Fokus.

Volker Scholz zeigte zu diesen Herausforderungen mögliche Lösungsansätze für die Praxis. So stellte er beispielsweise Erkenntnisse aus einem Versuch vor, bei dem mm1 das Nutzerverhalten und -erlebnis  während einer (simulierten) autonomen Fahrt analysierte. Daraus ergaben sich anregende Erkenntnisse zu Themen wie Nutzer­akzeptanz, wahrgenommene Nützlichkeit, erwartete Bedienungsmöglichkeiten oder wahrgenommene Sicherheit.

Das Fazit des Vortrags: OEMs und Erstausrüster stehen mit dem autonomen Fahren vor einem grundlegenden Paradigmenwechsel in den Dimensionen Technik, Kunde und Geschäftsmodell. Diese Ansicht stieß auf die Zustimmung vieler Teilnehmer und regte eine belebte Diskussion an.  Welche Rahmenbedingungen schafft der Gesetzgeber? Wie hoch ist der Aufwand für Verifizierung und Validierung der autonomen Fahrfunktion? Ist der Markt viel zu optimistisch hinsichtlich der technischen Machbarkeit? Dies waren  nur einige Beispiele der diskutierten Punkte.

Exkursion zum Fahrsimulator der Universität Duisburg-Essen

Im Anschluss an die Veranstaltung bot die CAR-Akademie eine Exkursion zur Universität Duisburg-Essen an, wo die Seminarteilnehmer in einem Fahrsimulator Platz nehmen konnten. „Der Fahrsimulator zeigte eindrucksvoll, wie Fahrerverhalten heute beobachtet und analysiert werden kann. Er zeigte aber auch, dass für die Simulation des vollautonomen Fahrens ganz andere Arten von Simulatoren notwendig sein werden - zum Beispiel hinsichtlich der Gestaltung des Fahrzeuginnenraums und der neu hinzu kommenden Nutzungsmöglichkeiten während der autonomen Fahrt“, berichtet Volker Scholz.