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M2M im konkreten Anwendungsfall bei Big Data und Industrie 4.0 auf der Informatik 2014 Konferenz

Auf der größten Informatikfachkonferenz im deutschsprachigen Raum standen wichtige Connected Business Themen auf der Agenda. Am 23. September, dem Tag der Wirtschaft, präsentierten in Stuttgart Vertreter namhafter Unternehmen, was Big Data und Industrie 4.0 im Bereich M2M für praktischen Anwendungsfall konkret bedeuten und wie sie Geschäftsprozesse radikal verändern.

BigData war das Leitthema der Konferenz ‚Informatik 2014‘, die vom 22. bis 29. September von der Gesellschaft für Informatik auf dem Campus der Universität Stuttgart ausgerichtet wurde. Passend dazu stellte Sebastian Welter  von IBM in seinem Vortrag an einem Beispiel aus der Medizin dar, wie der ‚IBM Watson‘ mit großen Datenmengen („BigData“) umgeht. Der IBM Watson ist ein kognitives System, das in der Lage ist, Antworten auf unsere Fragen zu geben. So auch im Fall wie ein Arzt einen Patienten behandeln soll. Watson kann dabei unterstützen, dem Arzt auf Basis der vorhandenen Patientendaten sowie des aktuell existierenden medizinisches Wissens Therapieempfehlungen zu unterbreiten. Dabei überprüft Watson verschiedene Hypothesen  und gibt am Ende auf Basis der wahrscheinlichsten Hypothese konkrete Therapieempfehlungen ab. Falls einige Parameter, z.B. Blutwerte, fehlen sollten, fragt der intelligente Watson diese einfach ab. Der Arzt kann die fehlenden Werte dann per Sprach- oder Texteingabe nachliefern.

Auch in anderen Kontexten kann Watson die Antwort auf wichtige Fragen finden und kommt so beispielsweise beim Sport- und Freizeitartikelhersteller North Face als Einkaufsberater zum Einsatz:  Wenn ein Kunde über eine Web-Applikation bei North Face die Frage stellt, welche Ausrüstung er für einen Trip auf den Mount Everest benötigt, hilft Watson die Frage zu konkretisieren und das geeignete Equipment zusammenzustellen.

Die Analyse großer Datenmengen findet auch der Fertigung praktische Anwendung. Dabei zielen die Fragestellungen hauptsächlich auf die Fehleranalyse und -behebung bei Maschinen ab.
Jedoch gibt es auch andere Anwendungsfelder im Industrieumfeld, wenn es um die Vernetzung von Dingen wie Sensoren, Maschine und Computersystemen zur Optimierung der industriellen Produktion geht. Klaus Bauer, Entwicklungsleiter beim Maschinenbauunternehmen Trumpf, zeigte in seinem Vortrag „Industrie 4.0: Potenziale intelligenter Vernetzung“ wie es möglich ist, dass mit einer intelligenten M2M-Lösung ein Produktionsmitarbeiter von seinem Tablet aus weltweit Maschinen überwachen und ansteuern kann. Dabei betonte er die Wichtigkeit von Datensicherheit und Schutz des Produktionsnetzwerks, damit kein Unbefugter die weltweite Produktion auf Knopfdruck lahmlegen kann.

Ein spannendes Anwendungsbeispiel aus der Agrarproduktion ist ein Kooperationsprojekt der Deutschen Telekom AG mit dem Agrartechnikhersteller Claas. Durch die Vernetzung von Mähdreschern mit anderen Maschinen und der Cloud lassen sich mit Hilfe modernster LTE Kommunikationstechnologie Produktionsabläufe effizienter gestalten und somit Ressourcen und Kosten einsparen.

Auf der Konferenz wurde deutlich, dass die großen Trends BigData und Industrie4.0 bereits bei führenden Industrieunternehmen praktische Anwendung finden, jedoch noch nicht weitverbreitet im Einsatz ist. Insbesondere hinsichtlich Analyse und Auswertung der Masse an Daten sind die Unternehmen noch in der Findungsphase, welche Daten und welche Algorithmen die besten Erkenntnisse bringen. Die Daten, wie Herr Welter in seinem Vortrag anklingen ließ, sind das Öl der Zukunft! Durch wertvolle Einblicke in das Kundenverhalten erlauben sie Unternehmen neue Geschäftsmodelle  zu entwickeln und zu implementieren.

Alle Details zur Informatik 2014.