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mm1 Highlights Hannover Messe 2018

Wie in jedem Jahr beschäftigen sich mm1 Berater der Industrial IoT Practice mit den Produktvorstellungen auf der Hannover Messe Industrie, um sich einen Überblick über die Entwicklung von Connected Business-Ansätzen in der Welt der fertigenden Industrie zu verschaffen.

In diesem Jahr standen aus Sicht der Beratungsfirma fünf Trendthemen im Vordergrund: IoT Plattformen, Mixed Reality, Digitale Zwillinge, Smart Factory und Robotik. Wir stellen eine Übersicht ausgewählter Entwicklungen und Neuigkeiten zu jedem Trend vor.

„Auf der diesjährigen HMI war deutlich zu sehen, dass die Digitalisierung in der Industrie angekommen ist. Für besonders vielversprechend auf dem Weg zur smarten Fabrik halte ich Retrofit-Lösungen zur Datengewinnung und zum simplen Performance Monitoring. Im Gegensatz dazu ist nach unserer Einschätzung das Thema ‚Predictive Maintenance‘ nach wie vor ein oft gehörtes, aber noch selten eingelöstes Versprechen“, so Laurenz Kirchner, Managing Partner bei mm1.

IoT Plattformen und Plattformökosysteme: Die diesjährige HMI unterstreicht unsere Überzeugung, dass im Industrial IoT kein Anbieter in der Lage ist, vollständige IoT-Lösungen über den gesamten IoT-Stack (Hardware, Konnektivität, Gerätemanagement, Plattformen, Analytics, Applikationen) aus einer Hand anzubieten. Stattdessen bilden sich Partner-Ökosysteme zwischen Plattform-Giganten wie AWS oder Azure und anderen spezialisierten Firmen. Auf der HMI kündigten z.B. Microsoft und die Deutsche Telekom eine strategische Partnerschaft an. Exemplarisch zeigten sowohl SAP als auch Siemens IoT-Lösungen in Kooperation mit Partneranbietern.

Mixed Reality: Augmented Reality und Virtual Reality (AR/VR) werden allgemein mit Entertainment-Anwendungen für Privatkunden assoziiert; Fachmessen wie die HMI zeigten allerdings schon in den vergangenen Jahren, dass insbesondere AR-Lösungen auch im industriellen Kontext an Bedeutung gewinnen. Lösungsanbieter demonstrieren wie Augmented Reality genutzt werden kann, um Produktentwicklungsprozesse zu optimieren oder wie diese als Assistenzsysteme für die Instandhaltung im Anlagenbau zur Effizienzsteigerung eingesetzt werden können.

Digitale Zwillinge: Auch das Konzept der „digitalen Zwillinge“, also der digitalen detailgetreuen Abbildung realer Produkte, gewinnt im Industrial IoT immer mehr an Bedeutung. Folglich waren sie ein weiteres Trendthema der diesjährigen Hannover Messe. Laut einer Studie von IDC werden bis zum Jahr 2020 etwa ein Drittel der 2.000 größten börsengehandelten Unternehmen Daten von digitalen Zwillingen verwenden, um die Erfolgsrate von Produktinnovation und die Produktivität in der Fabrik zu verbessern, wobei Effizienzsteigerungen von bis zu 25% erreicht werden sollen. Die Anwendungsfälle für digitale Zwillinge sind vielfältig: Vom remote Monitoring von verteilten Assets bis hin zum Sammeln von Daten über das Kundenverhalten. Darüber hinaus können Verbesserungen an Maschinen und Produkten simuliert werden, indem Parameter entlang der Produktionslinie nur im Zwilling angepasst werden –  und das, ohne die laufende Produktion zu gefährden.

Smart Factory: Die Vorteile einer „Smart Factory“ entstehen, wenn Unternehmen den Loop zwischen Datensammlung und -verarbeitung aus vernetzten Assets und Maschinen schließen, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Insbesondere die Anbindung älterer Maschinen und Anlagen an das industrielle Internet der Dinge erfordert geeignete Nachrüstlösungen. Im Rahmen der HMI zeigten verschiedene Anbieter solche Retrofit Lösungen zur Datengewinnung und -übertragung sowie KI-basierte Produkte um Predictive Maintenance Use Cases zu realisieren oder auch um eine intelligente (Intra-)Logistik zu ermöglichen. Exemplarisch demonstrierten Firmen wie Fujitsu und Bosch, wie Closed-Loop-Montagestraßen aussehen könnten und demonstrierten die daraus resultierenden Vorteile in mehreren Anwendungsfällen.

Robotik: Roboter waren zum wiederholten Male eines der Schlüsselthemen der diesjährigen HMI. Fest steht: Roboter werden zu einem unverzichtbaren Bestandteil der modernen Produktion. Diese werden schrittweise intelligenter, sicherer und präziser. Innovationen mit disruptivem Potenzial konnten in diesem Bereich jedoch nicht beobachtet werden – vorhandene und etablierte Produkte wurden in den meisten Fällen evolutionär verbessert. Dennoch haben sich in der Robotik flexible Automationslösungen wie Cobots zum Trend entwickelt. Dementsprechend stand insbesondere die Mensch-Roboter-Kollaboration im Vordergrund: Es geht nicht mehr nur darum, starr programmierte Prozesse mit der Hilfe von Robotern zu automatisieren, sondern auf den Menschen zu reagieren und mit ihm zu arbeiten.

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