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mm1 mit Schwerpunkt „Design Thinking“ beim 3. Global Innovation Forum in London

Bereits zum dritten Mal beteiligte sich mm1 aktiv am Global Innovation Forum in London. Dieses Mal mit einer Paneldiskussion über Design Thinking und der praxisorientierten Anwendung der Methodik in einem Innovations-Workshop zum Thema Mobile Wallet.

Das Forum ist inzwischen eine etablierte Veranstaltung: zum dritten Mal trafen sich  etwa 150 Innovationsexperten aus aller Welt und unterschiedlichen Branchen am 19. und 20. November 2013 in London, um sich über neue Ansätze und Best Practices im Innovationsmanagement auszutauschen. Die abgedeckten Themen beinhalteten unter anderem: Open Innovation und Partnerschaften, Nachhaltigkeit von Innovationen, Crowdsourcing, Denkweise und Vorgehensmodelle von Start-ups, sowie deren Relevanz für Großunternehmen. Auch Design Thinking war dieses Jahr ein zentrales Thema – mm1 richtete sowohl die Panel-Diskussion am ersten Veranstaltungstag, als auch einen Workshop am Folgetag auf diese Methode aus. „Wir wenden Design Thinking bereits seit 2008 in Innovationsprojekten an. Es stand daher außer Frage, dass wir die gewonnenen Erfahrungen aus unserer Berufspraxis nutzen wollten, um erneut das Programm mitzugestalten. Von diesem Input lebt die Veranstaltung“, so David B. Hofmann, Geschäftsführender Partner bei mm1. An der zweitägigen Veranstaltung nahmen außerdem hochrangige Vertreter von international führenden Unternehmen teil, darunter HP, Nestle, 3M, Adidas, Microsoft, Twitter, Heineken, Philips, Deutsche Telekom und PayPal.
 

Tag 1: mm1 Panel-Diskussion „Design Thinking & Innovation“

Bei Design Thinking geht es nicht darum, Produkten eine perfekte Optik zu verleihen. Design Thinking beschreibt vielmehr eine nutzerzentrierte Methode, die zur Lösung von Problemstellungen und zur Entwicklung neuer Ideen bzw. Innovationen führen soll. Die Vorgehensweise orientiert sich an der Arbeit von Designern, die als eine Kombination aus Verstehen, Beobachtung, Ideenfindung, Verfeinerung, Ausführung und Lernen verstanden wird. Wie dies in verschiedenen Unternehmen umgesetzt wird, verdeutlichte die mm1-Diskussionsrunde, durch die David B. Hofmann führte. Teilnehmer waren:

  • Monica Dalla Riva, European Design Lab Manager, 3M (Mailand, Italien)
  • Mark van Iterson, Global Head of Design, Heineken (Amsterdam, Niederlande)
  • Glenn Wintrich, Director of Services Innovation, Dell (Dallas, USA)

Bei Heineken drehen sich Innovationen weniger um das Produkt an sich, sondern viel mehr um das Marken- und Nutzererlebnis. „Wir wählen regelmäßig kreative Talente aus der ganzen Welt aus, um ihnen über Design Thinking neue Konzepte zu entwickeln und diese in acht bis zehn Wochen umzusetzen und sofort mit ausgewählten Zielgruppen zu testen.“ so Mark van Iterson. Jüngstes Beispiel ist Heineken Ignite – die vernetzte Bierflasche. Durch Lichteffekte und Interaktion kreiert Heineken für Biertrinker in ausgewählten Clubs ein neues Partyerlebnis. Dell nutzt Design Thinking bei der Kundenberatung im Unternehmenskontext. Es ist ein wesentlicher Bestandteil des Innovationsprogramms und wird in allen Bereichen des Unternehmens eingesetzt – von der Produktentwicklung bis zum Supply Chain Management. Auch Monica Dalla Riva betonte die Wichtigkeit der Methode: “Bei 3M nutzen wir Design Thinking, um eingefahrene Denkweisen zu ändern. Das hilft uns, die wesentlichen Probleme zu identifizieren – statt bestehende Produkte einfach nur stur weiterzuentwickeln.“ 
 

Tag 2: Innovations-Workshop zu Mobile Wallet

Eine Geldbörse sagt viel über ihren Besitzer aus – das war eine erste Erkenntnis des 90-minütigen interaktiven Workshops von mm1. Anhand von Fotos von echten Geldbörsen und ihren Inhalten wurde in drei Teams Rückschlüsse auf die Besitzer gezogen und sogenannte „Personas“ entwickelt, die einen Prototyp für eine Gruppe von Nutzern darstellt, d.h. mit konkret ausgeprägten Eigenschaften und einem konkreten Nutzungsverhalten. Jedes Team folgte dann seiner Persona durch den Tag – z.B. zum Flughafen, zum Einkaufen, ins Theater und identifizierte für jede Situation die relevanten Funktionen der Geldbörse. Daran zeigte sich sehr schnell, dass es beim Mobile Wallet um weit mehr als nur das digitale Bezahlen geht: Ausweis, Schlüssel, Einkauflisten, Quittungen, persönliche Erinnerungen, Kundenkarten und Einkaufsvorteile gehören ebenso dazu. Nach einer kurzen Analyse der Bedürfnisse („desires“) und Schmerzpunkte („pain points“) beim Verwenden konventioneller Geldbörsen, wurden konkrete Lösungsansätze für die mobile Geldbörse entwickelt und visualisiert.

Die Resonanz der Workshop Teilnehmer war durchweg positiv, wobei insbesondere die hohe Qualität der Ergebnisse angesichts des engen Zeitrahmens hervorgehoben wurde. Cordula Hoffmanns, Managing Consultant bei mm1, fasst zusammen: „Es war schön zu sehen, mit welcher Kreativität und Intensität sich die Teilnehmer in die konkreten Nutzungsszenarien eingefühlt haben. Das Besondere an diesem Workshop-Format ist die strukturierte Identifikation von situativen Nutzerbedürfnissen und die Entwicklung und Visualisierung konkreter Lösungsansätze in extrem kurzer Zeit. So kann Design Thinking signifikant zur schnellen Ideenfindung und Prototypisierung von neuen Angeboten beitragen.“

Zusätzlich macht David B. Hofmann, Geschäftsführender Partner bei mm1, auf die Limitation der Methodik aufmerksam „Auch Design Thinking kann die derzeitigen Herausforderungen, die den Erfolg von Mobile Wallets im Massenmarkt verhindern, nicht überwinden.“ Ein funktionierendes Ökosystem, belastbare Partnerschaften zwischen den beteiligten Industriepartnern und eine innovationsfreundliche Regulierung sind nur einige kritische Aspekte, die derzeit den Vormarsch der digitalen Geldbörse einschränken. Dennoch wird der Erfolg mobiler Bezahldienste nicht aufzuhalten sein, da ist sich David B. Hofmann sicher: „In Märkten mit hoher Smartphone Durchdringung sind die Kunden davon überzeugt, dass bereits 2017 Mobile Wallets ein stetiger Begleiter beim Einkaufen sind – insbesondere in Situationen, in denen die lästige Suche nach Kleingeld ersetzt werden kann, beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr oder im Parkhaus.“ Bis dahin liegt es am Handel, Kreditkartenanbietern, Banken und Telekommunikationsunternehmen, sich auf technologische Standards und nutzerzentrische Anwendungen zu einigen, die auch die Integration von spezifischen Bonusprogrammen und Rabattaktionen zulassen.