Requirement Engineering im Umbruch!

"Requirement Engineering im Umbruch!" war Thema der Bärner Requirements Night am 05.09.2018. Die Bärner Requirements Night ist ein halbjährliches Abendevent und eine Austauschplattform für Product Owner (PO), Requirements Engineers (RE) und Business Analysten (BA) im agilen Umfeld. Referenten an diesem Abend waren Yan Halter (Facilitator, Team Coach und Business Analyse Experte, Swisscom) und Christoph Frei (Bereichsleiter Solution Center Infrastruktur, SBB IT). Lena Kirsch und Markus Eurich haben an dem Event teilgenommen und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:

Im ersten Vortrag des Abends schilderte Yan Halter seine Einsichten zum Thema «Effiziente Business-Analyse in agilen Teams». Er strukturierte seinen Vortrag entlang des «Guide to the Business Analysis Body of Knowledge» - einem Standardwerk für Business Analysten. Yan Halter unterstreicht die Rolle eines Business Analysten bildhaft als «Brückenbauer», der Stakeholder aktiv in Projekte einbindet und Teams für den übergreifenden Austausch zusammenführt. Ausgeprägtes Methoden Know-how befähigt einen Business Analysten zum Facilitator, der beispielsweise zielführende Meetings und erfolgreiche Kommunikation im Projekt vorantreibt. Gerade die Kombination aus strukturierten Business Analysen und agiler Arbeitsweise verspricht ein hohes Mass an Effizienz: Als Hommage an Albert Einstein, der in Bern gelebt hat, bringt Yan seine Aussage auf die einprägsame Formel: Business Analysen x Agilität = Effizienz².

Danach referierte Christoph Frei über Requirements Engineering Projekte bei der SBB. Interessant waren vor allem die Praxisbeispiele, die zeigten, dass die Requirements Engineering Aktivitäten der SBB vor allem auf technische und organisatorische Anforderungen abzielten, wobei anwenderorientierte Anforderungen oftmals ignoriert wurden. Als Konsequenz wurde beispielsweise eine Software entwickelt, die den technischen und prozessualen Anforderungen entsprach, allerdings von den Anwendern nicht angenommen und zielführend genutzt wurde. Christoph Frei unterstreicht mit seinen Praxisbeispielen den Stellenwert des Faktors Mensch bzw. die Anwenderorientierung beim Requirements Engineering. Der SBB liegt es dabei am Herzen auch in einer agilen und digitalen Zukunft am Menschen in den Prozessen festzuhalten und lehnt daher eine Vollautomatisierung ab. Als Resümee lässt sich festhalten, dass Requirements Engineering ein holistisches Vorgehen verlangt, dass mehrere Dimensionen (technische, organisatorische, anwenderorientierte, psychologische, finanzielle, regulatorische, rechtliche, etc.) berücksichtigt und vereint.

mm1 unterstützt seine Klienten bei der Anwendung verschiedener agiler Methoden, die speziell für die individuellen Anforderungen des Projekts angepasst werden. In diesem Zusammenhang übernehmen unsere Kollegen selbst die Rolle eines Business Analysten oder unterstützen unsere Klienten mit geschultem Know-how beim erfolgreichen Etablieren der Rollen eines Business Analysten im agilen Umfeld.

Erfahren Sie hier mehr über unsere Methode der Agilen Entwicklung.