OK

Wir verwenden Cookies um Ihnen eine bestmögliche Nutzererfahrung auf unseren Websites zu bieten. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Scrumday 2016: Agile Leadership als zentraler Erfolgsfaktor

Die Veranstaltung Scrumday 2016 bei Stuttgart stand dieses Jahr ganz im Zeichen der unternehmensweiten Skalierung von agilen Methoden und Denkweisen. Der Scrum-Begründer Jeff Sutherland betonte dabei die Wichtigkeit von Agile Leadership. mm1 war vor Ort und hat die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammengefasst.

Auf dem Scrumday 2016 Anfang Juni in Filderstadt bei Stuttgart trafen sich zahlreiche Experten zum fachlichen Austausch über die Zukunft von agilen Methoden in ihren Branchen. Vertreten waren neben mm1 insbesondere Technologie- und Softwarefirmen, der Maschinenbau sowie Unternehmen aus dem Bank- und Versicherungswesen.

Zahlreiche Gespräche und Präsentationen zur Einführung und Skalierung agiler Methoden und Denkweisen prägten die Veranstaltung. Unter einer erfolgreichen Skalierung ist dabei die Durchdringung einer Organisation mit agilen Denkweisen sowie der effiziente Einsatz agiler Methoden zu verstehen. Als Fazit unserer Diskussionen mit den anwesenden Experten konnten wir drei Erfolgsfaktoren dafür identifizieren:

1. Agile als Management-Order (top-down)

Agile Methoden wie Scrum können Unternehmen nur dann erfolgreich einführen, wenn die Reihenfolge bei Schulung und Einführung stimmt: Zuerst das Management und erst danachdie operative Ebene. Jeff Sutherland bestätigt dies in aller Deutlichkeit: "Without Agile Mindset in command, there will be no Agile Execution in the body!" Dabei ist es essentiell, dass die Manager vorbildhaft agieren und so die „organisatorischen Schulden" eliminieren. Dies bereitet den Weg für selbst-organisierende Teams auf der Arbeitsebene.

2. Agilität perfektionieren (bottom-up)

Der langjährige Scrum.org-Trainer Gunther Verheyen beantwortete die Frage nach der Zukunft von Scrum damit, dass viele Unternehmen auch nach 21 Jahren Scrum immer noch Probleme bei den Grundlagen haben und die Prinzipien nur unvollständig umgesetzt sind. Dr. Mirko Knoll, Senior Consultant und agiler Coach bei mm1, bestätigt aus seiner täglichen Praxis: "Wichtig für die volle Entfaltung agiler Teams ist der tägliche Fokus auf Exzellenz und Verbesserung im Kleinen – nicht nur die formale Skalierung agiler Methoden über das gesamte Unternehmen“.

3. Agilität verbreiten (company-wide)

Sind die ersten Ansätze erfolgreich im Unternehmen etabliert, sollte der agile Gedanke zu Mitarbeitern weiterer Abteilungen getragen werden (wie . Sales, Produktmanagement, etc.). Gemeinsam mit den Mitgliedern der Entwicklungsteams entstehen so cross-funktionale Einheiten, die die gesamte Wertschöpfungskette in agiler Form Ende-zu-Ende abdecken. Diese Einheiten können schnell und autark Entscheidungen treffen und Ergebnisse umsetzen. Bei richtiger Implementierung sind die positiven Effekte beeindruckend. So berichtete Hendrik Esser, VP Operations und Programs bei Ericsson AB, dass mit Ende-zu-Ende Agilität die Pünktlichkeit der Produkt-Releases deutlich stieg und gleichzeitig die Rate der vom Kunden gemeldeten Fehler um rund die Hälfte zurückging.

„Die erfolgreiche Einführung und Skalierung agiler Methoden und Denkweisen erfordert das Beachten aller drei Erfolgsfaktoren“, betont Mirko Knoll. Volker Scholz, Managing Partner bei mm1, ergänzt: „Agilität ist eine Eigenschaft, die jedes Unternehmen als kritischen Erfolgsfaktor verstehen sollte – und ganz gemäß der agilen Maßgabe kontinuierlicher Verbesserung sollte dieser Erfolgsfaktor dauerhaft im Fokus des Managements bleiben“. 

 

Erfahren Sie mehr über unsere Methodenkompetenz Agile Development.