[Trendbericht] Autonomes Fahren: Autos im moralischem Dilemma

Fachbeitrag von Volker Scholz und Marius Kempf zu moralischen Fragestellungen beim Autonomen Fahren erscheint im Tagungsband zum 7. Wissenschaftsforum Mobilität der Universität Duisburg-Essen im Verlag Springer-Gabler. mm1 beleuchtet grundlegende Entscheidungsprobleme und regelbasierte sowie lernbasierte Lösungsansätze.

Das 7. Wissenschaftsforum Mobilität an der Universität Duisburg-Essen behandelte neueste Erkenntnisse und Forschungsstände zur Entwicklung und Umsetzung neuer Verkehrskonzepte, zu Fahrzeugantrieben und -systemen, neuen Produktionsverfahren sowie zu Managementkonzepten und -instrumenten für die Mobilität der Zukunft. Der nun im Springer-Gabler Verlag erschienene Tagungsband fasst die Diskussionen und Antworten der teilnehmenden betriebswirtschaftlichen und technischen Experten zusammen.

Eines der Kernthemen des Wissenschaftsforums war die Frage nach der gesellschaftlichen Akzeptanz für den Markterfolg technologischer Innovationen im Kontext der Mobilität. Dies veranschaulichten Volker Scholz, Managing Partner bei mm1, und mm1 Consultant Marius Kempf am Beispiel des gewünschten Verhaltens vollautonomer Fahrzeuge. Denn die Übernahme der Fahrzeugführung durch ein automatisiertes Fahrerassistenzsystem wirft neben technischen und haftungsrechtlichen Problemen auch die Frage auf, welche ethischen Probleme entstehen können und wie diese zu bewerten sind.

Die Zusammenfassung der mm1 Sichtweise zu dieser Frage findet sich nun im Fachbeitrag „Autonomes Fahren – Autos im Moralischen Dilemma“. Die Autoren analysieren und bewerten die Fragestellung, ob und wie wir an autonome Systeme die Anforderung an moralisch einwandfreies Handeln stellen können und wie dieser Anspruch umsetzbar ist. Dabei zeigen Volker Scholz und Marius Kempf auf, in welcher zugespitzten Form die Frage nach moralischem Verhalten automatisierter Systeme häufig formuliert wird, und welche Fallstricke in dieser Art der Fragestellung liegen. Dabei nähern sie sich einer Antwort des zugrundeliegenden moralischen Dilemmas zunächst mit Hilfe einer Diskussion klassischer Lösungsansätze aus ethischer Perspektive. Auf dieser Basis hinterfragen die Autoren daraufhin die dort implizit vorhandene Annahme der deterministischen Programmierung autonomer Systeme und stellen die derzeit aktuellen Alternativen nicht-deterministischer Ansätze dar. Zusammenfassend kommen die Autoren zu dem Schluss, dass zukünftig auch eine Umkehr der Fragestellung möglich ist: Wie lange wird die Gesellschaft noch durch Menschen gesteuerte Fahrzeuge akzeptieren?

Der Fachbeitrag „Autonomes Fahren – Autos im Moralischem Dilemma“ von Volker Scholz und Marius Kempf erschien Ende September 2016 im Tagungsband „Nationale und Internationale Trends in der Mobilität – Technische und betriebswirtschaftliche Aspekte“ herausgegeben von Heike Proff & Thomas Martin Fojcik bei Springer Gabler. Das Buch ist unter der ISBN 978-3-658-14562-0 für 69,99 € im deutschen Buchhandel erhältlich. Den Fachbeitrag von mm1 finden Sie auf Seite 217 bis 230.

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